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Vater Staat anzapfen – Fördermittel für den Hausbau

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Lange hat es gedauert, bis die umgangssprachlich genannteRiesterRenteFuß fassen konnte. Denn erst seit Ende 2008 kann das ziemlich komplizierte Modell aus Steuervorteilen und Zulagen auch für die Finanzierung des Eigenheims eingesetzt werden. Mittlerweile sind auch die ersten Produkte auf dem Markt, denn z.B. bieten Bausparkassen sogenannte „Riester-Bausparverträge“ an, bei denen es sich um erweiterte, klassische Bausparverträge handelt, d.h. die Riesterzulagen fließen in der Ansparphase und Tilgungsphase ein. Die Zeitschrift „Finanztest“ kam diesbezüglich in ihrer Ausgabe 12/09 zu dem Ergebnis: „Für Sparer, die mittelfristig bis langfristig den Bau oder Kauf eines Eigenheims planen, ist ein Riester-Bausparvertrag erste Wahl.“

Riester kann auch kurzfristig hilfreich sein

Das Problem: Bis in so einem Vertrag eine nennenswerte Summe zusammenkommt und bis der Bausparvertrag dann zugeteilt wird, vergehen einige Jahre. Was aber, wenn ich kurzfristig in meine eigenen vier Wände ziehen will? Auch in diesem Fall ist Riester nicht verloren, denn man kann die selbstgenutzte Immobilie auch umgehend über ein „Wohn-Riester-Annuitätendarlehen“ finanzieren, welcher z.B. beim mehrmaligen Testsieger Interhyp erhältlich ist. Das Wohn-Riester-Darlehen funktioniert dabei folgendermaßen:
Eigenheimerwerber, die ab 2008 eine Immobilie gekauft oder gebaut haben, können ab sofort ihre beantragten Riester-Zulagen in die zusätzliche Tilgung ihres Baukredits einfließen lassen. Denn durch die regelmäßige Einzahlung der Förderzulagen und der Riester-Sparbeiträge schmälert der Darlehensnehmer seine Kreditschuld und wird so schneller schuldenfrei.

Zur vollständigen Ausnutzung der Zulagen besteht bei diesem Wohn-Riester-Darlehen ein Sondertilgungsrecht in Höhe des maximal förderfähigen Beitrages von 2.100 Euro pro Jahr. Der Tilgungssatz ist grundsätzlich frei wählbar, entscheidend ist nur, dass die Höhe der Tilgung so festgelegt wurde, dass das Darlehen bis zur Vollendung des 68. Lebensjahres komplett zurückgezahlt ist. Außerdem muss die erworbene Immobilie selbst genutzt werden und den Hauptwohnsitz des Darlehensnehmers darstellen.

Mit Wohn-Riester, den Zuschüssen vom BAFA und den Krediten der KfW-Förderbank werden Hausbau-Interessenten vom Staat spürbar unterstützt. Ob und welches Förderprogramm im Einzelfall ideal ist, sollte mit einem unabhängigen Berater geprüft werden. Denn je nach Zinsumfeld sind konventionelle Annuitätendarlehen flexibler und günstiger.

Anmerkung: Auch wenn der Wohn-Riester kompliziert und mit vielen Auflagen verbunden ist, ist es doch super, dass der Erwerb von Wohneigentum wieder staatlich gefördert wird. Gerade junge Familien, die in naher Zukunft einen Eigenheimerwerb planen, können durch Wohn-Riester schneller schuldenfrei werden und mit ihrer Immobilie eine solide private Altersvorsorge aufbauen.

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Zuschüsse und Zinsvergünstigungen von BAFA und KfW

BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) Zuschüsse für folgende Installationen:

  • Solarkollektoranlagen zur Heizungsunterstützung und/oder Warmwasserbereitung.
  • Biomasseverfeuerungsanlagen: Pelletöfen, Pelletkessel, Pelletkessel mit neuem Pufferspeicher
  • Wärmepumpen
  • Kraft-Wärme-Kopplung (Mini-Blockheizkraftwerke) zur gleichzeitigen Erzeugung von Strom und Wärme.

Auf der Internetseite der BAFA finden Sie weiterführende Informationen.

Unterschiedliche Programme bei der KfW-Förderbank:

  • Wohneigentumsprogramm
  • Energieeffizient bauen
  • Energieeffizient sanieren
  • Wohnraum modernisieren

Je nach Umfang und Qualität der Maßnahmen können Bauherren Zuschüsse und zinsverbilligte Kredite beantragen.
Auch hierzu finden Sie weiterführende Informationen auf der Internetseite der KfW-Förderbank.

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Weiterführende Informationen

 

Quelle: Interhyp, Spezialist für die private Baufinanzierung

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