Bau3D

Bauzeichnung – Haus – Bau – Planung und mehr

Checkliste für Kapitalanleger – Finanzierung richtig vorbereiten

| 3 Kommentare

Die Jahre der Zurückhaltung sind vorbei, denn es gibt auch bei Privatkunden wieder ein wachsendes Interesse an Immobilien als Kapitalanlage. Grund: Immobilien gelten als krisensichere Altersvorsorge und vor dem Hintergrund historisch günstiger Baugeldzinsen kann es sich lohnen, über eine vermietete Immobilie langfristig Vermögen aufzubauen.
Damit das Kaufvorhaben auch auf sicherem Fundament steht und damit Kapitalanleger beim Immobilienkauf wissen, worauf sie achten sollten, hier eine Checkliste:

1. Der Einsatz von Eigenkapital ist sinnvoll

Die immer noch oft verbreitete Haltung, man brauche beim Kauf einer Kapitalanlage-Immobilie kaum oder gar kein Eigenkapital einzusetzen, sollte man momentan unbedingt hinterfragen. Gerade in Phasen niedriger Guthabenverzinsung wie jetzt sollten Kapitalanleger, zumindest teilweise, ihr Erspartes in die Finanzierung einbringen. Denn damit ist das Sparguthaben nicht nur extrem solide investiert und Banken belohnen einen höheren Eigenkapitalanteil mit günstigeren Konditionen.

2. Für unvorhergesehene Ausgaben Luft haben

Beim Kauf einer Immobilie ist es nicht mit einer einmaligen Zahlung getan. Auch Eigentümer einer vermieteten Immobilie müssen mit ungeplanten Kosten für Reparaturen oder Nachzahlungen rechnen. Ein finanzielles Polster für unvorhergesehene Folgekosten oder Mehrkosten ist daher unabdingbar und es empfiehlt sich rund 20 Prozent des Gesamtinvestitionsaufwand als Vermögensrückhalt auf der Seite zu haben. Generell: Die Finanzierung einer Kapitalanlage-Immobilie sollte so aufgebaut sein, dass der Käufer selbst einen Mietausfall von bis zu zwölf Monaten mit seinem regulären Einkommen überbrücken kann.

3. Nicht in Stress verfallen

Auch wenn in manchen Ballungsgebieten das Wohnraumangebot knapp ist, beim Immobilienkauf ist Hektik kein guter Ratgeber. Egal, wie einmalig die Gelegenheit erscheinen mag dürfen Kapitalanleger sich auf keinen Fall unter Druck setzen lassen und vorschnell Kaufentscheidungen treffen, bei denen es um viel Geld geht.

4. Keine Chance ohne solide Marktkenntnisse

Was zahlen andere Mieter in ähnlichen Objekten, wie hoch ist die ortsübliche Miete, wechseln die Mieter dort sehr häufig oder ist das Viertel eine beliebte Wohngegend? Fragen man als Käufer beantworten können, um die Vermietbarkeit der Immobilie realistisch einzuschätzen. Hierbei helfen, neben einer persönlichen Begutachtung, Informationen von Vermieterverbänden, offizielle Mietspiegel der Stadt und vergleichbare Mietgesuche und Immobilienanzeigen in Zeitungen und Internet.

5. Nah ist besser als fern

Gerade im Bezug auf Kapitalanlagen unerfahrene Privatkunden sollten eher nach Immobilien Ausschau halten, die vom eigenen Wohnort maximal 100 km entfernt sind. Damit ist es für diese nicht nur einfacher sich eine solide und aktuelle Markteinschätzung anzueignen, sondern auch den zeitlichen Aufwand bei einem Mieterwechsel zu minimieren und können im Bedarfsfall Probleme persönlich klären.

6. Rendite ist nicht alles

Keine Investition ohne vorherige Renditenkalkulation. Doch Obacht, wenn die Rendite-Versprechungen allzu vollmundig sind. Werden z.B. Renditen von 8% und mehr versprochen, sollten auch beim Immobilienanleger die Alarmglocken schrillen, denn hohe Rendite steht für hohes Risiko. Anstatt auf die Höhe der Rendite zu schauen, sollte man daher besser prüfen, worauf die Berechnungen basieren und ob die Annahmen auch langfristig gelten. Können Zweifel nicht hundertprozentig durch den Makler oder Verkäufer ausgeräumt werden, sollte man über Alternativen nachdenken.

7. Prüfung der Mieteinnahmen ist wichtig

Ein altes Sprichwort sagt „Papier ist geduldig“. Dieses gilt auch für manche Mieteinnahmen-Auflistungen. Erfahrene Kapitalanleger lassen sich nicht nur bisherige Mietverträge zur Prüfung aushändigen, sondern lassen sich auch den regelmäßigen Mieteingang, z.B. durch Einsicht in die Kontoauszüge des Vorbesitzers, bescheinigen

8. Protokolle der Eigentümerversammlung anschauen

Damit es keine bösen und vor allem teuren Überraschungen gibt, empfiehlt es sich mindestens die Protokolle der letzten drei Eigentümerversammlungen aushändigen zu lassen. Denn aus diesen geht hervor, welche Maßnahmen geplant sind oder anstehen und welche Kosten auf den neuen Eigentümer zukommen können.

9. Nicht nur wegen der Steuervorteile kaufen

Oft werden die Steuervorteile angepriesen, die sich bei einer Kapitalanlage in Immobilien ergeben. Dieses Argument darf aber niemals kaufentscheidend sein, sondern lediglich als netter Nebeneffekt gewertet werden. Viel wichtiger sind ein angemessener Kaufpreis und eine solide Finanzierung.

10. Von Finanzierungsprofis helfen lassen

Die Mehrzahl der Banken unterscheidet, ob die Immobilie zum Zwecke der Eigennutzung oder zur Kapitalanlage gekauft wird. Dementsprechend wichtig ist es, einen versierten Finanzierungsberater an der Seite zu haben, der nicht nur weiß, worauf es den Anbietern besonders ankommt, sondern der durch seine Erfahrung auch manchen Kniff und Trick kennt, der das Vorhaben günstig und schnell wahr werden lässt.

Weiterführende Informationen

Quelle: Interhyp, Spezialist für die private Baufinanzierung

– Anzeige –

Artikel weiterempfehlen

3 Kommentare

  1. Pingback: Baufinanzierung – Was muss beachtet werden? [Teil 1]

  2. Pingback: Baufinanzierung – Was muss beachtet werden? [Teil 2]

  3. Pingback: Baufinanzierung – Was muss beachtet werden? [Teil 3]

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.