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Brennwerttechnik und Solarthermie beliebte Sanierungsoptionen (Foto: energie-experten.org)

Brennwerttechnik und Solarthermie beliebte Sanierungsoptionen

Mehr als zwei Drittel der deutschen Hausbesitzer glauben, das die eigene Immobilie die langfristig beste und sicherste Anlageform sei. Dennoch ist jedem vierten Hausbesitzer nicht bewusst, welche Effekte ein optimal eingestelltes und modernes Heizungssystem auf die Rentabilität der Immobilie haben kann. Dies geht aus dem aktuellen „VdZ-Modernisierungsbarometer für Hausbesitzer 2013“ hervor, das im Februar 2013 von TNS Emnid unter 1.044 Hausbesitzern durchgeführt wurde.

Heizungssanierung wird immer noch unterschätzt

Das aktuelle VdZ-Modernisierungsbarometer erfragte im Wahljahr aber auch, ob die Verbraucher der Politik zutrauen, die Energiewende zu schaffen. Hier gingen die Meinungen deutlich auseinander. Die eine Hälfte der Befragten war der Ansicht, dass die Politik nicht in der Lage ist, die Energiewende auch wirklich umzusetzen. Die andere Hälfte gab sich optimistisch. Dass die Heizung dabei eine wichtige Rolle spielt, war jedoch den Allermeisten nicht bewusst. Rund 92 Prozent der Befragten gaben daher an, keinen Anlass für Sanierungsarbeiten an der eigenen Heizungsanlage zu sehen, solange diese noch funktioniert.

Brennwerttechnik und Solarthermie am beliebtesten

Im Falle einer Heizungssanierung würde rund die Hälfte der Befragten (48 Prozent) eine Heizungsanlage mit Öl- bzw. Gas-Brennwerttechnik präferieren. Mit rund 47 Prozent folgt dann aber auch schon der Wunsch nach einer Solarthermieanlage auf dem Dach. Rund ein Drittel würden sich im Modernisierungsfall eine (34 Prozent) eine Wärmepumpe anschaffen oder eine Hybridheizung (33 Prozent), wie beispielsweise einen Kaminofen in Kombination mit einer herkömmlichen Heizung, installieren. Aber auch kleinere Optimierungsmaßnahmen wie der Austausch der Thermostatventile (33 Prozent) oder der Ersatz der Heizungspumpe durch eine Hocheffizienzpumpe (31 Prozent) erwiesen sich als beliebte Sanierungsoptionen.

Förderbedingungen verursachen Modernisierungsstau

Die diesjährigen Ergebnisse unterscheiden sich nicht allzu sehr von den Ergebnissen in 2012. Bereits vor einem Jahr verzichteten viele Befragten auf eine Heizungssanierung, da diese ja noch funktioniere (87 Prozent). Interessanter Unterschied zum Vorjahr ist jedoch, dass als Grund für diese Zurückhaltung die politischen Querelen um die Förderung von Heizungssanierungen angegeben wurde. Da sich am „Modernisierungsstau“ in deutschen Heizungskellern nicht viel geändert hat und auch die Förderbedingungen vielfach wieder vakant sind, ist davon auszugehen, dass dieses Motiv weiterhin wirkt, obwohl dieser Zusammenhang bei der diesjährigen Umfrage nicht explizit abgefragt wurde.

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Robert Doelling

Autor: Robert Doelling

Robert ist Energieblogger und seit vielen Jahren im Marketing Erneuerbarer Energien tätig. Er schreibt für verschiedene Online-Magazine und Blogs und beschäftigt sich dabei mit allen Themen rund um Energieeffizienz, Erneuerbare Energien, Neubau und Altbausanierung und regenerative Heizungstechnik.

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