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Brandschutz – Feuerwiderstandsklassen und Kritierien

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Zur Festlegung der Feuerwiderstandsdauer werden die Prüfobjekte in einen Brandraum gegeben und dabei hohen Temperaturen ausgesetzt. Hierbei wird die Temperaturdifferenz zwischen der Brandtemperatur und der Ausgangstemperatur betrachtet.
Von der Baustoffklasse lassen sich nicht ohne weiteres Rückschlüsse auf die Feuerwiderstandsklasse ziehen.
Stahl als Baustoff der Klasse A1 brennt nicht, von ihm nimmt ein Brand nie seinen Anfang, er bildet keine Brandlast. Wird er jedoch hohen Temperaturen ausgesetzt, so knickt er ohne Vorwarnung wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Stahl erreicht nicht einmal die niedrigste Feuerwiderstandsklasse F 30. Tragende Stahlteile können also nie ungeschützt eingebaut werden.
Brandversuche mit Holz haben gezeigt, dass der Abbrand 1 mm/min. beträgt und dass sich durch die Brandbeanspruchung keine molekulare Gefügeänderung bildet. Die Querschnittsverkleinerung ist die einzige Folge. Will man daher mit Holz entsprechende Feuerwiderstandsklassen erreichen, so muss nur der Querschnitt entsprechend groß gewählt werden.

Zur erfüllende Kriterien für die Eingliederung in eine Feuerwiderstandsklasse sind

F 30 und F 60:

  • Durchgang des Feuers verhindern
  • Wattebausch darf sich auf der feuerabgekehrten Seite nicht entzünden und es darf nicht zum Flammenüberschlag kommen
  • Raumabschließende Bauteile dürfen sich auf der feuerabgekehrten Seite um nicht mehr als 180 ° C, im Mittel um 140 ° C erwärmen
  • Tragende Bauteile dürfen während dieser Zeit unter der rechnerisch ermittelten und zuverlässigen Gebrauchslast und nicht tragende Bauteile unter ihrer Eigenlast nicht zusammenbrechen
  • Nicht raumabschließende tragende Wände (Wände mit Öffnungen) dürfen unter ihrer rechnerisch zulässigen Gebrauchslast bei zweiseitiger Temperaturbeanspruchung nicht zusammenbrechen
  • Bei statisch bestimmt gelagerten auf Durchbiegung beanspruchten Bauteilen (Decken) darf die Durchbiegungsgeschwindigkeit den Wert während einer Prüfdauer von 30 Minuten nicht überschreiten

F 90, F 120 und F 180:

Für diese Feuerwiderstandsklassen werden außer den Anforderungen der Klassen F 30 und F 60 noch folgende zusätzliche Anforderungen gestellt:

  • Bei Stahlbetonstützen dürfen nach dem Brandfall und dem Löschvorgang die Bewehrungsstäbe mit ihrer Verbügelung oder Umschnürung nicht in gefährdeter Weise freigelegt werden.

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Ein Kommentar

  1. Das Gefaellt mir Button Plugin waere nuetzlich. Oder habe ich es uebersehen?

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