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Brandschutz – Brennbare und nicht brennbare Baustoffe

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Nichtbrennbare Baustoffe

Die DIN 4102 unterscheidet zwischen brennbaren und nichtbrennbaren Baustoffen. Nichtbrennbare Baustoffe werden der Baustoffklasse A zugeordnet. Baustoffe dieser Kategorie sind Stoffe, die nicht entzündet werden können und die als Brandlast nicht in Frage kommen.
Die Klasse A wird in die beiden Gruppen unterschieden:

  • A1: Baustoffe, für die kein besonderer Nachweis der Nichtbrennbarkeit geführt werden muss, wie z. B. Sand, Kies, Beton, Stahl, Schaumglas, Steinzeug
  • A2: Baustoffe, die in ihren Hauptbestandteilen unbrennbar sind, jedoch geringfügige brennbare Substanzen haben, wie z. B. Gipskartonfeuerschutzplatten d ≥ 12,5 mm, Glasfaser, Polystyrolbeton.
    Für diese Klasse, mit Ausnahme der Gipskartonfeuerschutzplatten (GKF-Platten), muss ein Nachweis geführt werden.

Auch nichtbrennbare Baustoffe sind, obgleich von ihnen keine Brandgefahr ausgeht und sie keine Brandlast darstellen, am Brandgeschehen beteiligt und zwar passiv, in dem sie durch die Hitze ihr Gefüge verändern, ihr Volumen vergrößern und dadurch einen Druck auf andere Bauteile ausüben. Da Brand ein chemischer Prozess ist, verändern Baustoffe unter Brandeinwirkung nicht nur ihre physikalischen Eigenschaften, in dem sie weich werden oder gar schmelzen, sondern es entstehen durch den Brand auch neue Stoffe mit anderen Eigenschaften als die ursprünglichen.

Brennbare Baustoffe

Bei den brennbaren Baustoffen wird gemessen bzw. festgehalten:

  • wie schnell der Baustoff entflammt, das bedeutet wie lange es dauert, bis er zu brennen beginnt
  • wie viel er brennt, d. h. durch den Brand zerstört wird = Statik
  • wie die Rauchentwicklung des Stoffes ist = Behinderung bei der Brandbekämpfung

Für die Klassifizierung der brennbaren Baustoffe steht nicht die Brennbarkeit im Vordergrund, denn brennen ist allen gemeinsam, sondern wie schnell sie entflammen, also Feuer fangen.

So unterscheidet man:

  • Schwer entflammbare Baustoffe B 1
    Diese Baustoffe haben die Eigenschaft, dass sie nach Beseitigung der Wärmequelle nicht weiter brennen, wie z. B. GKF-Platten mit d < 12,5 mm, mineralisch gebundene Holz-Wolle-Leichtbauplatten (HWL-Platten), Holz mit Brandschutzmittel behandelt.
  • Normal entflammbare Baustoffe B 2
    In diese Gruppe kommen alle brennbaren Stoffe, die als Baustoff noch in Frage kommen. Dazu zählen Holz, Holzwerkstoffe und Bitumenpappe.
  • Leicht entflammbare Baustoffe B 3
    Zu ihnen zählen die Baustoffe Stroh (Strohdach), Schaumkunststoffe (Wärmedämmung, Schalldämmung), Papier (Dämmstoffe) als auch Lagergüter wie Stroh, Heu, Baumwolle.

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