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Unterschied Bauherrenhaftpflicht und Bauleistungsversicherung

Der Bau des eigenen Hauses zwingt den Bauherren zu einigen Maßnahmen, um sich und sein entstehendes Heim vor eventuellen Kosten durch Schäden oder Regressforderungen zu schützen. Die unerfahrene Baufamilie sollte sich rechtzeitig vor dem ersten Spatenstich über alle zu treffenden Vorkehrungen informieren.

Aufwand und Kosten

Für die Baufamilie sind beide Versicherungen notwendig, wobei der Unterschied zwischen der Bauherrenhaftpflicht und Bauleistungsversicherung in den Versicherungsgründen und Leistungen zu finden ist.
Eine Bauherrenhaftpflicht erbringt Leistungen, wenn:

  • durch die Baustelle selbst ein Schaden entsteht. Beispielsweise bricht der Rand des Kellerschachtes weg, wobei sich ein Arbeiter verletzt.
  • durch die Baumaßnahmen ein Schaden entsteht. Beispielsweise, wenn ein Holzbalken beim Sturm vom Dach auf das Auto des Nachbarn fällt.
  • Schäden durch höhere Gewalt eintreten. Beispielsweise, wenn der Dieseltank des Generators durch einen Unfall beschädigt wird und der Treibstoff ins Erdreich sickert.

Die Bauhaftpflichtversicherung wird immer vom Bauherren selbst abgeschlossen und sichert nur die Gefahren ab, die von der Baustelle ausgehen und Dritte schädigen.

Die Bauleistungsversicherung tritt ein, wenn:

  • unvorhersehbare Schäden eintreten, beispielsweise durch Sturm oder Hochwasser.
  • nach dem Baubeginn unbekannte Eigenschaften des Grundstücks ein weiters Bauen verhindern oder verzögern.
  • durch Vandalismus Schäden verursacht werden.
  • Material- oder Konstruktionsfehler vorliegen.

Die Bauleistungsversicherung kann durch den Bauherren oder den Bauunternehmer zum Vorteil beider Parteien abgeschlossen werden.

Regeln und Steuern

Ein Schutz gegen Feuer, auch bei Blitzschlag, ist in beiden Versicherungen ausdrücklich ausgeschlossen. Diese Leistung wird zumeist kostenfrei über eine Feuerrohbauversicherung abgedeckt, welche nach der Bauabnahme in die Wohngebäudeversicherung umgewandelt wird.

Beide Versicherungen müssen vor dem ersten Spatenstich abgeschlossen werden. Die Versicherungsprämien, inklusive der Versicherungssteuern, müssen vor dem Baubeginn gezahlt worden sein, damit der Versicherungsschutz im vollen Umfang gültig ist. In der Regel werden diese Versicherungen für die Gesamtzeit der Baumaßnahmen abgeschlossen, sodass bei Verzögerungen die Verträge nicht verlängert werden müssen.

Bildnachweis: © Robert Kneschke – Fotolia.com

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