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Ökologisches Bauen – Umweltgerechte Planung [Teil 1]

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Bereits bei der Planung von Gebäuden sind eine Vielzahl von Faktoren zu berücksichtigen, die den Zielen des ökologischen Bauens entsprechen. Gebäude sollen sich harmonisch in die Landschaft einfügen und eine angemessene Größe haben, d. h. so wenig wie möglich natürliche Bodenfläche „verdrängen“. Die natürlichen Standortbedingungen (Hauptwindrichtung, Sonneneinstrahlung, Niederschlagsmenge) sind für die architektonische Gestaltung zu nutzen. Auch ist zu bedenken, dass bereits vorhandene Verkehrsanbindungen an den öffentlichen Nahverkehr zweckmäßig einbezogen werden. Um beim Neubau jedes Stück Natur weitestgehend zu erhalten, ist die Flächenversiegelung so gering wie möglich zu halten. Rasenbetonsteine anstelle betonierter Flächen sorgen dafür, dass Regenwasser versickern und dem natürlichen Wasserkreislauf zugeleitet werden kann.
Von besonderer Bedeutung ist es, vorhandenen Bewuchs, vor allem alten Baumbestand, zu erhalten und damit klimatische Bedingungen nicht zu verschlechtern. Bezogen auf die Wahl des Standortes werden besonders im Industrie- und Gewerbebau in der Phase der Vorplanung Umweltverträglichkeitsstudien gefordert. Die genaue Objektplanung geht z. B. von dem vorhandenen Bewuchs aus und bezieht ihn in die Baukonzeption ein. Die Gebäudestruktur und die vorgesehenen Konstruktionslösungen tragen entscheidend zu einer ökologischen und damit auch ökonomischen Bauweise bei.

In Städten trägt eine Fassaden- und Dachbegrünung sowohl zur ästhetischen Bereicherung des Straßenbildes bei als auch zu einem verbesserten Stadtklima. Pflanzen produzieren Sauerstoff und speichern Regenwasser, das allmählich verdunstet und an die Atmosphäre abgegeben wird.

Ökologisches Planen und Bauen

  • Erhalten von Grün- und Freiflächen
    Das Gebäude ordnet sich optisch in die Natur ein und gestaltet ein Stück Natur (z. B. Dach- und Wandbegrünung).
  • Ausnutzen der klimatischen Bedingungen
    Die Konstruktion des Gebäudes entspricht den Klimaverhältnissen, schützt vor Kälte und Hitze. Wind- und Sonnenenergie werden genutzt (Sonnenkollektoren).
  • Sparen von Energie und Wasser
    Es werden Baumaterialen verwendet, deren Herstellung, Transport und Verarbeitung so wenig wie möglich Energie verbrauchen. Einbau von energiesparenden Heizungs- und Wasserarmaturen. Wärmedämmung (Wände, Rohre). Solartechnik.
  • Verwenden von umweltverträglichen Baustoffen
    Baumaterialen sind naturverträglich, wenn sie keine Stoffe enthalten, die Schäden bei Mensch, Tier, Pflanzen, Luft, Boden und Wasser verursachen.
  • Reduzieren von Abfall
    Abfälle werden vermieden bzw. einer Wieder- und Weiterverwertung zugeführt.
  • Wiederverwenden von Baustoffen
    Das abgenutzte Baumaterial wird ohne Schädigung der Umwelt dem Naturkreislauf überführt.

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Bildnachweis: © Franck Boston – Fotolia.com

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