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Ökologisches Bauen – Schutz der Umwelt

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Umweltschutz und Ökologisches Bauen

Eines der beherrschenden Themen unserer Gegenwart ist der Schutz der Umwelt, lebensbestimmend für die Zukunft der Menschen. Von Herstellern, Handel, über Forschungseinrichtungen bis zum einzelnen Verbraucher sind alle gefragt und der Umwelt zuliebe verpflichtet, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen: Umweltschutz geht alle an!

Auch das Bauwesen hat für den Schutz unserer Umwelt große Aufgaben zu lösen: ein umweltfreundliches, ökologisches Bauen muss sich durchsetzen.

Wie bereits in vorherigen Artikeln erwähnt bedeutet jedes Bauen ein Eingriff in unsere natürliche Umwelt. So verändert schon die Gründung eines Bauwerkes die Grundwasserverhältnisse am Ort. Die Pflasterung des Hofes oder das Betonieren einer Freifläche verhindern das schnelle Einsickern des Regenwassers und verändern damit auch den Wasserhaushalt. Es ist ersichtlich, dass wir mit unserer Tätigkeit Situationen schaffen, die mehr oder weniger in natürliche Kreisläufe und Zusammenhänge eingreifen. Dass dieses nicht immer ohne Folgen bleibt, wissen wir aus Berichten über große Umweltkatastrophen (die kleinen können wir oft in unserer unmittelbaren Nachbarschaft beobachten). 

Ökologisches Bauen

Der Begriff „Ökologisches Bauen“ wird heute für alle Maßnahmen im Bauwesen verstanden, die dem Wohlbefinden des Menschen in seinem Wohnumfeld und dem Schutz unserer Natur dienen. Damit werden auch Gedanken und Zielstellungen aus anderen Teilrichtungen des Bauens aufgenommen. Solche Richtungen sind:

  • Baubiologie – Beziehung zwischen Wohnumwelt und Mensch
  • Bionik – Konstruktionstypen aus der Natur werden auf Baukonstruktionen übertragen, z. B. der Wabenbau
  • Biotektur – Einbeziehung der Natur in die bebaute Fläche und den Bau, z. B. Fassadenbegrünung
  • Klima- und landschaftsgerechtes Bauen – z. B. Reetdächer an der Küste
  • Alternatives Bauen – Erprobung anderer Bauweisen in Form und Material, wie Kugelbauten, unterirdische Bauten und Lehmbau

Merken:

  • Ökologisch bauen bedeutet umweltfreundlich bauen, zum Nutzen von Menschen und Natur in der Gegenwart und für die Zukunft.

Baubiologische Maßnahmen

Bauökologische Maßnahmen beginnen bei der Standort-Planung eines Baues. Sie richten sich weiter auf die Auswahl und Anwendung umweltgerechter Baumaterialien in Verbindung mit den zweckentsprechenden Baukonstruktionen und deren fachgerechter Ausführung. Beides, Material und Konstruktion, sollen die Voraussetzungen schaffen für die spätere umweltfreundliche Nutzungsmöglichkeit der Gebäude. Sowohl bei Neubauten als auch bei zu sanierenden Altbauten bis hin zu städtebaulichen Planungen sind diese Gesichtspunkte zu beachten.

Merken:

  • Der Schutz unserer Umwelt ist nicht durch einmalige Aktionen zu erreichen, sondern er durchdringt den gesamten Bauablauf und die Nutzung der Gebäude.

Rechtsgrundlagen

Die allgemeinen Rechtsgrundlagen für das Bauen werden durch spezielle Gesetze und Verordnungen ergänzt. Dazu gehören:

  • Landschafts- und Naturschutzgesetze,
  • das Bundes-Immissions-Schutzgesetz,
  • das Energieeinsparungsgesetz,
  • die Wärmeschutzverordnung,
  • die Wasserhaushaltsgesetze,
  • Waldgesetze.

Diese Gesetze sind der äußere juristische Rahmen für ein umweltverträgliches Bauen. Bedeutsam ist ihre Durchsetzung durch das umweltbewusste Handeln aller am Bau Beteiligten.

Umweltschutzgerechtes Verhalten auf der Baustelle

Während des Bauens kann es zu erheblichen Umweltschäden kommen, wenn sich nicht alle am Bau Beteiligten bei ihrer Arbeit angemessen verhalten. Besonderer Schutz gilt hierbei:

  • dem Boden,
  • dem Grund- und Oberflächenwasser,
  • den Bäumen und Sträuchern.

Aus den möglichen Schäden sind einige Grundregeln für umweltgerechtes Verhalten auf der Baustelle abzuleiten:

  • Mutterboden muss gesondert gewonnen und gelagert werden
  • Bäume und Sträucher sind während der gesamten Bauzeit vor Beschädigungen zu schützen
  • Boden- und Grundwasserverschmutzungen durch Öle oder andere Chemikalien sind unbedingt zu vermeiden
  • Abfälle, Verpackungsreste und Bauschutt sind nach Materialart (Glas, Stahl, Kunststoffe, Papier und Pappe, Steine, Bodenaushub usw.) getrennt zu erfassen und einem Baustoffrecycling zuzuführen.

Wie diese Beispiele zeigen, ist umweltgerechtes Verhalten keine zusätzliche Aktion, sondern Bestandteil der gesamten Bautätigkeit.

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Bildnachweis: © 3d brained – Fotolia.com

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