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Ökologisches Bauen – Ökobilanzen wichtiger Baustoffe

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Natursteine

Natursteine bestehen meist aus einem Gemisch von verschiedenen Mineralien, meist mit hohen Quarzanteilen.

Verfügbarkeit/Rohstoffgewinnung:

Ausreichend verfügbar,

Umweltbelastungen entstehen beim Abbau durch Landschaftsverbrauch, Lärm- und Staubemissionen, geringe Abfallmengen.

Produktion/Energieverbrauch:
  • Geringer Energieverbrauch beim Abbau/Verarbeitung,
  • Transportenergieverbrauch: bei einheimischen Natursteinen gering.

Produktanwendung/Schadenspotenzial:

  • Fußboden- und Fassadenplatten, z. T. als Mauerwerk,
  • Quarzstaub evtl. gesundheitsschädlich, mittlerer Radongehalt, Ausnahme Granit mit ca. 100 Bq/kg (hoch!).

Wiederverwendung/Entsorgung:

  • Problemlose Wiederverwendung möglich.

Gesamtbilanz: Note gut.

Ziegel und Klinker

Verfügbarkeit/Rohstoffgewinnung:

  • Rohstoffe, Lehm und Ton ausreichend verfügbar,
  • Umweltbelastungen entstehen beim Abbau  von Lehm und Ton durch Landschaftsverbrauch, Lärm- und Staubemission.

Produktion/Energieverbrauch:

  • Hoher Energieverbrauch durch den Trocknungs- und Brennprozess: 900 bis 1000 ° C bei Hintermauerziegeln, 1300 bis 1400° C bei Klinkern,
  • Transportenergieverbrauch: gering.

Produktanwendung/Schadenspotenzial:

  • Strahlungspotential gering, keine weiteren Schadstoffe. Einsatz als Vor- und Hintermauerziegel oder Klinker,
  • guter Schall- und Wärmedämmeigenschaften (bei geringer Rohdichte) sowie ausgezeichneter Wasserdampf-Diffusionswiderstand.

Wiederverwendung/Entsorgung:

  • Ziegel und Klinker können problemlos wiederverwendet werden (Splitt, Ziegelbeton).

Gesamtbilanz: Note gut.

Normalbeton/Betonstein

Beton besteht aus Kies, Sand, Zement und Wasser. Die nachfolgende Beurteilung ist für Betone ohne Zusatzmittel oder Zusatzstoffe gültig.

Verfügbarkeit/Rohstoffgewinnung:

  • Beschränkte Verfügbarkeit von Kies, in einigen Regionen bereits erschöpft. Die Verfügbarkeit von Splitt ist weitgehend ausreichend, jedoch ist die Aufbereitung  energieintensiver als bei Kies.
  • Umweltbelastungen beim Abbau durch Landschaftsverbrauch, Lärm- und Staubemissionen, keine Abfall,
  • Beschränkte Verfügbarkeit von Zementrohstoffen, Umweltbelastung wie beim Zuschlag.

Produktion/Energieverbrauch:

  • Die Herstellung von Zement erfordert einen sehr hohen Energieverbrauch,
  • Transportenergieverbrauch: gering.

Produktionsanwendung/Schadenspotential:

  • Als Baustoff für statisch beanspruchte Bauteile nahezu unverzichtbar, ansonsten sparsamer Einsatz erwünscht.

Wiederverwendung/Entsorgung:

  • Problemlos in Recyclinganlagen wiederverwendbar, die Stahleinlagen werden in der Stahlschmelze wieder aufbereitet.

Gesamtbilanz: Note gut

Kalksandstein

Kalksandsteine bestehen aus einem Gemisch von Kalk und Sand im Verhältnis 1:12 sowie Wasser.

Verfügbarkeit/Rohstoffgewinnung:

  • Rohstoffe ausreichend verfügbar,
    Umweltbelastungen entstehen besonders beim Abbau der Ausgangsprodukte durch Landschaftsverbrauch, Staub- und Lärmemission.

Produktion/Energieverbrauch:

  • Energieverbrauch für die Kalkproduktion ist zwar hoch, jedoch für die Kalksandsteinproduktion (MV = 1:12) von untergeordneter Bedeutung,
  • Transportenergieverbrauch: gering.

Produktanwendung/Schadenspotential:

  • Geringer Radongehalt,
  • Einsatz als Mauerziegel,
  • sehr gute Schalldämmeigenschaften (bei hohen Rohdichten),
  • mäßige Wärmedämmeigenschaften,
  • ausgezeichneter Wasserdampf-Diffusionswiderstand.

Wiederverwendung/Entsorgung:

  • problemlos wiederverwendbar

Gesamtbilanz: Note gut.

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Bildnachweis: © mipan – Fotolia.com

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