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Ökologisches Bauen – Im Einklang mit der Natur

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Randbedingungen und Rohstoffgewinnung

Randbedingungen beim Bauen sind:

Bauphysik
Architektur
Nutzung des Gebäudes
Kosten
Biologische Verträglichkeit
Verfügbarkeit der Baustoffe
Langlebigkeit
Statik

Der ökologische Kreislauf eines Baustoffs beginnt mit der Gewinnung der Rohstoffe. Es erfolgt nach den Bedingungen (Baustoffauswahl):

  • Vermeidung von Gesundheitsschäden
  • Erhöhung der Recyclingrate
  • Beschränkung der nicht erneuerbaren Naturschätze
  • Reduzierung des Materialverbrauchs
  • Umweltschonende Herstellung (geringer Energieverbrauch)
  • Langlebigkeit

Was ist ökologisches Bauen?

Ökologisches Bauen ist ein Oberbegriff, der alle Aspekte des natur- und umweltfreundlichen Bauens beinhaltet.
Die  Baubiologie ist die Lehre von den ganzheitlichen Beziehungen zwischen Wohnumwelt und Mensch.
Ökologische Baustoffe sind Produkte, die weder Mensch noch Natur zu irgendeinem Zeitpunkt belasten oder schädigen.

Jedes Bauobjekt, sei es ein Haus, eine Straße, eine Brücke, verbraucht ein Stück Natur, belastet ein Stück Natur und verändert ein Stück Natur.

Um diese Nachteile gering zu halten, sollte das umweltfreundliche oder ökologische Bauen in all seinen vielfältigen Bereichen gefördert und angewendet werden, insbesondere in der landschaftsangepassten Architektur und im Einsatz umweltfreundlicher und gesundheitsfreundlicher Baumaterialen.

Wo kann bzw. sollte es umgesetzt werden?

Das umweltfreundliche oder ökologische Bauen mit seinen Baustoffen muss vor allem in folgenden Bereichen umgesetzt werden:

  • Einpassung von Bauten in Landschaft und Klima,
  • Minimierung des Flächenanspruchs,
  • möglichst geringe Bodenversiegelung,
  • Schutz des Oberflächen- und Grundwassers,
  • Regeneration von Flächen im Verbund von Gebäudekomplexen mit naturnahen Außenarealen,
  • Verwendung häufig vorkommender Naturstoffe und landschaftstypischer Baustoffe als Baumaterial,
  • Verwendung schadstofffreier Materialen,
  • Sparsamkeit im Umgang mit Material und Energie,
  • Wiedernutzung bestehender Grundstücke und Bauten
  • Vermeidung giftiger Inhaltsstoffe und Abfälle bei der Baustoffproduktion,
  • Abfallreduzierung bei der Baustoffproduktion und der Verarbeitung am Bau,
  • volle Wiederverwendbarkeit (Recyclierbarkeit) der verbauten Materialen,
  • Optimierung der Qualität der Raumluft und Raumklimas, auch durch Ausnutzung der klimatischen Gegebenheiten vor Ort,
  • Nutzung der Sonnenenergie,
  • Nutzung von Regenwasser und Brauchwasser.

Umweltfreundliches Bauen bedeutet auch, dass sich die Einzelmaßnahmen gegenseitig nicht negativ beeinflussen dürfen.
Beispiel: Ein Haus, das Heizenergie einspart, ist noch lange nicht umweltfreundlich, wenn es nicht mit umweltfreundlichen (ökologischen) Baustoffen gebaut wird. Dieses ist nicht einfach zu entscheiden, bedenkt man, das ca. 100 000 verschiedene Baustoffe auf dem Markt sind, von denen nur ca. 2000 bauaufsichtlich geprüft und zugelassen sind.

Mögliche Bauschadstoffe im Bauwerk

Asbest

  • Hitzeschutzplatten an Leuchten,
  • Brandschutzwände,
  • Flanschdichtungen an Heizungsrohren

Pestizide (PCP – Phenylcyclohexylpiperidin/Phencyclidin, Lindan u. a.)

  • Holzschutzmittel an tragenden Konstruktionen und Vertäfelungen
  • Entwesungsmittel,
  • Mottenschutz an Teppichen,
  • PCP, Fungizidbehandlung bei Leder

Lösungsmittel

  • Fußbodenbelagsklebstoffe,
  • Teppichbodenklebstoffe,
  • Anstrichstoffe, Klebstoffe

Schwermetalle

  • Holzimprägnierungen,
  • Installationen (Wasserrohre),
  • Anstrichstoffe (Bleiweiß)

Sporen, Keime und Schimmelpilze

  • Wärmebrücken
  • Verkeimung in Lüftungs- und Klimaanlagen

 

Bildnachweis: © danimages – Fotolia.com.

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  9. Das erste Gebot: Ökologisch Bauen heißt eindeutig: Was du der Natur unten entwendest muss oben wieder aufs Dach – Grasdach-
    ( Ein Grasdach ist der beste Schutz vor den von Menschen entfachten Katastrophen. Die Natur kennt keine Katastrophen sondern nur Naturereignisse. Für Katastrophen ist nur der Mensch verantwortlich!!!!

    Zweites Gebot: Entwerfe die Pläne für dein Haus selbst. Verlass dich nicht auf Architekten. Deren Entwürfe sind eine Entwicklung geprägt vom Kaiserreich über die Nazidiktatur bis in die Anfänge von demokratischen Entwicklungen. Bis in die heutige Zeit kam an Kreativität nicht viel mehr heraus wie das Rechteck, das Quadrat und wenn es hoch kommt der Kreis.

    Drittes Gebot: Schau dir die umgebende Landschaft und Natur an, lass dich inspirieren, lass dir Zeit, mindestens ein Jahr. Bau ein Modell mit Lehm und Haselnussstöckchen.

    Viertes Gebot: Alles was du zum Hausbau brauchst gibt es im Umkreis von 30 Km.
    Alte Häuser zum Abriss nicht auf die Deponie: Natursteine – Backsteine – Holzbalken wieder verwenden. Lehm, Stroh, Holz gibt es überall. Holz nicht ins Sägewerk – Rund verwenden – viel stabiler und weniger Energieverbrauch.

    Fünftens: Wir brauchen die Ehe zwischen Ökologie und Ökonomie denn die Ökologie muss der MOTOR der Ökonomie werden.

    Mit ökologischen Grüssen vom Hummelhof

    Günther Lutz

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