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Baunutzungsverordnung (BauNVO) – Flächennutzungsplan und Bebauungsplan [Teil 2]

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Fortsetzung von Teil 1

Zulässige bauliche Nutzung

Grundstücksfläche ist die Fläche des Baugrundstücks, die im Bauland du hinter der im bebauungsplan festgesetzten Straßenbegrenzungslinie liegt. Fehlt diese Linie so ist die tatsächliche Straßengrenze maßgebend.

Grundfläche ist die Fläche des Grundstücks, die vom Bauwerk überdeckt wird. Grundflächen von Nebenanlagen, Balkonen, Loggien und Terrassen werden nicht angerechnet.

Geschossfläche ist die Summe aller Flächen, die nach den Außenmassen aller Vollgeschosse ermittelt wird. Flächen von Aufenthaltsräumen in anderen geschossen sowie dazugehörige Treppenräume mit ihren Umfassungswänden sind mitzurechnen. Grundflächen von Nebenanlagen, Balkonen, Loggien und Terrassen bleiben unberücksichtigt.

Baumasse ist das Volumen eines Gebäudes, das aus de Außenmaßen vom Fußboden des untersten Vollgeschosses bis zur decke des obersten Vollgeschosses errechnet wird. Die Begriffsbestimmung für das Vollgeschoss wird nach landesrechtlichen Vorschriften geregelt.

Baugebiet 

(Z)*

 

(GRZ)

 

(GFZ)

 

(BMZ)

(WR)In reinen Wohngebieten
(WA)Allgemeinen Wohngebieten
(MI)Mischgebieten Ferienhausgebieten
12

3

4 und 5

6 und mehr

0,40,4

0,4

0,4

0,4

0,50,8

1,0

1,1

1,2

(MD) Dorfgebiete

1

2 und mehr

0,4

0,4

0,5

0,8

(MK) Kerngebiete12

3

4 und 5

6 und mehr

1,01,0

1,0

1,0

1,0

1,0

1,6

2,0

2,2

2,4

(GE) Gewerbegebiete12

3

4 und 5

6 und mehr

0,80,8

0,8

0,8

0,8

1,01,6

2,0

2,2

2,4

(GI) Industriegebiet0,89,0

*(Z) = Vollgeschoss

Berechnungsformel

 

 

 

 

 

Nutzungsschablone

Bauweise, Baulinien und Baugrenzen sind weitere bebauungslenkende Mittel in der Baunutzungsverordnung ( BauNVO). Im Bebauungsplan wird, soweit erforderlich, die offene (o) oder geschlossene (g) Bauweise festzulegen.
Zur offenen Bauweise gehören Gebäude mit seitlichem Grenzabstand als Einzelhäuser, Doppelhäuser oder Hausgruppen mit höchstens 50 m Länge.
Bei der geschlossenen Bauweise werden die Gebäude ohne Grenzabstand aneinander gereiht (z.B. Häuserzeile in einem Stadtkern).
Wird eine Baulinie festgelegt, so muss mit der Gebäudeflucht auf dieser Linie gebaut werden.
Eine Baugrenze erlaubt das Bauen nur innerhalb der festgelegten Grenze.
Geringfügige Überschreitungen der Baulinie, Baugrenze oder bebauungstiefe durch Gebäudeteile können zugelassen werden.

Weiterführende Information zum BauNVO auf der Internetseite des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)

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