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Renaissance – Zwischen Antike und Perspektive

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Die Renaissance hat sich von Italien aus über Europa verbreitet. Die Kunst der Renaissance leitet sich aus zwei Quellen: Die eine war das klassische Altertum – die Antike, die zweite Quelle war die neuerdings entdeckte Perspektive. Man nutzte vor allem die Säulenordnungen der römischen Baukunst, welche man phantasievoll und nach Belieben erweitert und arbeitete mit bestimmten Grundformen, die immer wieder angewandt werden konnten. Das Grundelement des Bauens in der Renaissance war das Gewölbe und der einheitlichen Baukörper. Aus diesem Grund verwendete man in der Renaissance die von den Römern übernommenen Ordnungen nur als Dekoration für die Fassaden.
Es kristallisierte sich ein einheitliches Fassadengrundschema heraus. Die Entscheidung über die Wahl der Ordnung und die Gestalt des Bauwerkes oblag von nun an einer einzigen Person, dem Architekten.

Vitruvianische Mensch – Symbol für die Ästhetik der Renaissance

Während die Gebäude im Mittelalter im Prinzip unendlich erweitert werden konnten, ist das typische Renaissancebauwerk als feste Einheit konstruiert. Nichts kann hinzu oder weggenommen werden, ohne die Gesamtwirkung zu stören. Vernunft und Geometrie bestimmen die Architektur.
Der steinerne Baukörper musste zweckmäßig sein, geometrische Formen und schlichte Körper wurden bevorzugt. Die Beziehungen von Höhe, Breite und Tiefe sollten leicht ersichtlich sein. Für die Dachkonstruktion zog man das Tannengewölbe dem Kreuzgewölbe vor. Oft wurden die Gewölbe durch leichter zu bauende, hölzerne Flachdecken ersetzt. Die häufigste Bogenform war der Halbkreis (leicht mit dem Zirkel konstruierbar).

  • Fassade
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  • Piazza
  • Ornamentik

Das Rathaus von Augsburg (1620)

Weiterführende Informationen

Bildnachweis: © media_ag – Fotolia.com (oben), © Otto Durst – Fotolia.com (unten)

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