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Lauf des Wassers – von der Entstehung der Badewanne

Das Wasser unser kostbarstes Gut ist, ist kein Geheimnis. Neben seiner wichtigsten Funktion als Trinkwasser dient es in den Instustrieländern in erster Linie zur täglichen Körperreinigung.

Wie aufwändig war doch das alltägliche Hygieneritual zu Zeiten des Mittelalters. Für das Prozedere der Körperreinigung musste ein Zuber herhalten, dessen Name sich vom althochdeutschen Wort zuo-amper für Eimer ableitete, und verrät, wie spartanisch der Badewannenvorgänger konstruiert war. Um den Waschbottich zu füllen, bedurfte es zunächst einer langwierigen Wasserschlepperei und auch das Erwärmen des kühlen Nasses auf die richtige Badetemperatur gestaltete sich überaus umständlich.

Weil die Plackerei so anstrengend und Wasser für die meisten ein kostbares Gut war, badeten die Mitglieder einer Familie für gewöhnlich in ein und demselben Badewasser – ein Aspekt, welcher aus dem eigentlichen Waschvorgang mehr eine Umverteilung des Körperschmutzes machte, von der lediglich der Hausherr verschont blieb, denn er durfte für gewöhnlich als erster in den Zuber steigen.

Erst im 19. Jahrhundert entwickelte sich aus dem hölzernen Zuber, der bis heute bei der Herstellung von Wein oder Papier verwendet wird, eine halbwegs komfortable Badewanne. Diese wurde zu Beginn noch aus verzinktem Eisenblech gefertigt und befand sich entweder in der Küche, der Waschküche oder wie das Plumpsklo unter freiem Himmel.

Im Laufe des 20. Jahrhunderts mauserte sich der Wannen-Prototyp jedoch und orientierte sich fortan an moderneren Fertigungsmaterialien, wie Acryl oder Kunststoff. Inzwischen steht die Wassersänfte auch nicht mehr verloren im Garten bzw. neben dem Herd herum, sondern fügt sich harmonisch ins restliche Interieur des Badezimmers ein, dessen Erfindung im Übrigen nicht recht viel länger zurück liegt, als die der modernen Badewanne.

Vom Luxusgut zur Grundausstattung

Zu verdanken ist die Gesamtentwicklung der Wanne den Griechen und Römern, welche als erstes die Vorzüge eines Badetempels entdeckten. Als gesellschaftlich anerkannte Freizeitbeschäftigung vornehmer Kreise war das Badebecken in der Antike sogar eine Art Statussymbol, mit dem sich nur Aristokraten und hohe Beamte schmücken konnten. Einer der beliebtesten Treffpunkte der Adelskreise waren folglich auch die großen Badeanstalten, in denen sich nicht nur die architektonischen und künstlerischen Höchstleistungen antiker Völker, sondern ebenso die sozialen Unterschiede deutlich wieder spiegelten.

Während die Reichen oberirdisch ihrem Geplansche frönten, mussten die Armen unter Tage die großen Becken beheizen, um den Besuchern der Badehäuser ihren Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Auch in den Folgejahrhunderten waren Zuber und Wannen zunächst noch Anschaffungen für jene, die es sich leisten konnten. So kam es nicht selten vor, dass weniger gut betuchte Familien zum Baden bei ihren wohlhabenderen Nachbarn klingeln mussten.

Glücklicherweise ist eine Badewanne heutzutage kein derartiges Luxusgut mehr. So lange es sich beim eigenen Heim nicht um einen Altbau oder eine allzu klein geratene Wohnung handelt, gehört die Einbaubadewanne meist zur Grundausstattung. Allerdings gibt es nach wie vor preisliche Unterschiede zwischen Standard- und Luxuswannen.

Das richtige Modell für Bad und Geldbeutel

Ob eckig, oval, weiß oder bunt – von der begrenzen Integrationsmöglichkeiten der Badewanne in den heimischen Waschtempel erzählen inzwischen nur noch Geschichten aus grauer Vorzeit. Tatsächlich können aktuelle Wannendesigns, die sich wieder auf die freistehende Zuberform besinnen, sogar als eine Art Retro-Trend bezeichnet werden, der in vielen Fällen auch noch teurer ist, als herkömmliche Modelle.

Fest steht aber, dass Individualität und Kreativität in Sachen Badewannenunterbringung kaum mehr Grenzen gesetzt sind. Ein paar der exklusivsten, aber auch der preiswertesten Ausführungen finden Sie im Onlinekatalog des Sanitär-Vertriebs Reuter. Das Unternehmen hat sich neben anderen Wohnideen auch auf die Einrichtung von Bädern spezialisiert und führt eindrucksvoll vor, wie groß die Komfortunterschiede zwischen dem Zuber von damals und der modernen Badewanne von heute sind. Letztere scheint künftig immer mehr vom Verständnis des Bades als private Wohlfühloase beeinflusst zu werden, was sich nicht nur an einer unglaublichen Vielfalt individueller Passformen bemerkbar macht.

Auch die Preise dieser neuen Wannenformen bewegen sich im Rahmen des Erschwinglichen und sind damit weniger für die oberen 10.000, sondern eher für den bürgerlichen Geldbeutel gemacht. Einrichtungsbegeisterte Sparfüchse haben also die Qual der Wahl.

Weiterführende Informationen

Bildnachweis: Flickr.com BY © Erica Nicol

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