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Griechische Baukunst – Verbindung von Schönheit und Ebenmaß

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Etwa 2000 Jahre vor Christus wanderten die Griechen von Norden her in den Süden der Balkanhalbinsel ein, um sich hier niederzulassen. Die Griechen strebten nach dem Einklang mit der Natur, die sie als göttlich empfanden. Die Kunst nahm einen hohen Rang ein. Ihre Regeln waren Schönheit und Ebenmaß. Im 5. Jh. V. Chr. Hatte die griechische Klassik ihren Höhepunkt, besonders in den zu Ehren der Götter errichteten Tempeln.
Die Griechen strebten nach klaren Gesetzmäßigkeiten, sie legten einleuchtende Regeln für die Architektur, die Bildhauerei und die Malerei fest, wobei sie sich an erkennbaren Gesetzen der Natur orientierten. Die organische Natur war ihr Lehrmeister und ihr Maßstab. Sie strebten den Einklang mit der Natur als Ausdruck freien Lebensgefühls an. Ihr Maß war der Mensch.
Sie bauten nach genau festgelegten Proportionsverhältnissen und besaßen ein Konstruktionssystem als Grundlage ihrer monumentalen Architektur: Stütze und Last – Säule und Gebälk (ein Steinblock liegt horizontal über vertikalen Stützen, wobei die Last verteilt wird).
Frühere Baumaterialen waren Holz und gebrannte oder luftgetrocknete Ziegel. Später ausschließlich Stein, teilweise Kalk und Marmor. Die behauenen Blöcke wurden ohne Mörtel zusammengefügt.
Die Tempel waren teilweise auch mit kräftig leuchtenden Farben bemalt (Rot, Dunkelschwarzblau, Blau, Weiß und Gelb). In der frühesten Zeit hatten die Tempel einen Plattenbelaus aus Stein oder Marmor, später wurden sie  mit reichen Mosaikböden geschmückt.

  • Tempel
  • Drei Ordnungen
  • Theater

Grundlage griechischer Architektur – Säulen

Drei Ordnungen

Kapitell mit 2 Voluten

Es gab die dorische, ionische und korinthische Ordnung.  Die Namen der beiden ersten Ordnungen stammen von den griechischen Hauptstämmen ab.
Die dorische Ordnung wurde mit Wesenszügen assoziiert, die primär männlich waren – klar, ernst, beherrscht, kraftvoll.
Der ionische Stil galt als spezifisch weiblich – Anmut, Schönheit, Schmuck und Blüte, Feingliedrigkeit und Eleganz.
Der korinthische Stil war die Stilisierung von Prunk

Dorisch:

  • Dreistufiger Unterbau (Stereobat)
  • Schaft (Monolith oder Steinstücke), Hohlkehlen (Kanneluren) mit scharfkantigen Graten, nach oben
  • Kapitell, besteht aus drei Teilen: Einkerbung, Wulst, Deckplatte
  • Gebälk aus Architrav, Fries und Kranzgesims
  • Giebel

Ionisch:

  • Basis aus Hohlkehlen und Wülsten
  • Säule aus durch Stege getrennten Kanneluren
  • Kapitell mit zwei Voluten, Säulenhals mit Ornamentik, flache Deckplatte
  • Unterschiede in Front- und Seitenansicht, eleganter
  • Karyatiden – Gebälkträgerinnen

Korinthisch:

  • Ähnlich wie ionisch, Kapitelle mit Akanthusblättern eher schmückend als funktionell

Acropolis – Die Oberstadt von Athen

Weiterführende Informationen

Bildnachweis:
© Techlogica – Fotolia.com
(oben), © piai – Fotolia.com (mitte), © Stefanos Kyriazis – Fotolia.com (unten)

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