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Altbausanierung

Lohnt sich eine Altbausanierung langfristig?

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Altbauten haben einen ganz besonderen Charme. Die alten Gemäuer sind schön anzusehen und bieten meist große, helle Räume und damit sehr viel Platz. Doch Bauwerke aus einer vergangenen Zeit können auch jede Menge Nachteile bergen. Bevor es an den Einzug in das Haus geht, muss es von Grund auf saniert werden. Doch lohnt es sich wirklich, so viel Kraft und Geld in eine Altbausanierung zu stecken?

Der Energieverlust im Altbau

Alte Gebäude haben häufig sehr hohe Räume. Da die warme Luft grundsätzlich nach oben steigt, während kalte Luft am Boden verbleibt, muss für solche Räume eine enorme Heizleistung erbracht werden. Das Problem bei Altbauten besteht jedoch häufig darin, dass sie nicht optimal isoliert sind. Dadurch geht ein sehr großer Teil der Energie wieder verloren. Weitere Ursachen für den hohen Energieverlust liegen in den Fassaden, die über die Jahre hinweg porös werden. Typisch für die Decken alter Gebäude war die Verwendung von Estrich. Dieses leitet jedoch die Wärme nach außen weiter. Nicht zuletzt stellen Türen und Fenster Problemstellen dar, denn hier wird der größte Teil der Energie nach draußen geleitet. Bei einem Altbau summieren sich die Kosten, welche für das Heizen benötigt werden, auf 75 Prozent. Nur etwa 12 Prozent der Kosten werden für das Aufbereiten von Warmwasser benötigt. Der Status quo sieht jedoch so aus, dass die meisten Besitzer von Altbauten ihr Haus nur notdürftig modernisieren.

Investitionen und Einsparungen

Viele Eigenheimbesitzer sind skeptisch vor dem Schritt der Altbausanierung, denn diese birgt jede Menge Investitionskosten. Häufig müssen die Betroffenen einen Kredit aufnehmen, um die Kosten decken zu können. Fakt ist, dass dieser Schritt nicht ohne eine durchdachte Planung durchgeführt werden sollte. Um die Kosten zu ermitteln, ist es sinnvoll, einen Energieberater zu befragen. Dieser kann ein Gutachten über die Schwachstellen des Hauses aufstellen und so die Kosten kalkulieren, die auf die Besitzer zukommen. Gemäß Berechnungen der Deutschen Energie-Agentur können Eigenheimbesitzer bei einer optimalen Sanierung in 10 Jahren Heizkosten in Höhe von 33.000 Euro einsparen. Nach 20 Jahren belaufen sich die Einsparungen auf eine Summe von 86.000 Euro. Diese Werte sind jedoch als Orientierungswerte zu verstehen, da die Sanierungskosten je nach Ausmaß der Schwachstellen am Bauwerk sehr unterschiedlich ausfallen können.

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Wirtschaftlichkeit der Sanierung

In jedem Fall lohnt sich der Einbau neuer Heizanlagen, denn die veralteten Heizkessel sind verantwortlich für ein Drittel des gesamten Wärmeverlustes im Haus. Wärmeisolierungen können sinnvoll sein, wenn die Außenfassaden bereits stark in Mitleidenschaft gezogen wurden. In diesem Fall können auch die Heizkörper kleiner dimensioniert werden, da die Wärme optimal im Raum gespeichert wird. Muss eine Renovierung der Fassade durchgeführt werden, so sollten die Außenwände gleich mit isoliert werden. Das ist für einen geringen Preisaufschlag bereits möglich.

Altbau in seiner schönsten Form

Abschließende Betrachtung

In den meisten Fällen lohnt sich eine Altbausanierung, denn auf lange Sicht gesehen können die Eigenheimbesitzer durch neue Heizanlagen und Wärmedämmungen nicht nur die Kosten für die Baumaßnahmen decken. Langfristig sparen sie sogar Energiekosten ein. Wichtig ist in jedem Fall, ein Gutachten über die Schwachstellen des Hauses erstellen zu lassen. Nur so können die anstehenden Investitionskosten kalkuliert werden.

Weiterführende Informationen

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Sotirios Marinis

Autor: Sotirios Marinis

Hallo. Hier schreibt Sotirios Marinis. Ich bin seit nun mehr rund 15 Jahren in der Baubranche tätig und konnte mir in der zurückliegenden Zeit eine Menge fachliche Kenntnisse in diesem Bereich aneignen, das ich gerne hier mit Euch teilen möchte.

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