Bau3D

Bauzeichnung – Haus – Bau – Planung und mehr

Pavillon auf Holzterrasse

Holzterrasse selber bauen

| 3 Kommentare

Holzterrassen erfreuen sich seit Jahren großer und stetig wachsender Beliebtheit. Doch anstatt sich diese teuer von einem Handwerker anfertigen zu lassen, lässt sich eine Holzterrasse auch selbst bauen. Wie das funktioniert, erfahren Sie im Folgenden.

Der wichtigste Schritt: Die Planung

Für den ersten Schritt sollten Sie sich besonders viel Zeit nehmen. Eine genaue Zeichnung der Terrasse in einem passendem Maßstab ist sehr wichtig, damit die eigentliche Montage später vonstatten gehen kann. Die Zeichnung sollte nicht nur nach den zuvor genau gemessenen Maßen erstellt werden, sondern auch die genaue Größe der verwendeten Bohlen und die Abstände zwischen den Brettern enthalten. Natürlich darf in der Zeichnung auch die obligatorische Unterkonstruktion vorhanden sein. Sie sollten bei der Planung nach Möglichkeit darauf achten, dass Sie die Maße so wählen, dass Sie keine Bohle der Länge nach durchsägen müssen. Dies spart viel Aufwand und Abfall. Im Übrigen lässt sich durch die exakte Planung eine Menge an Geld und unnötiges Material sparen.

 

Welches Holz?

- Anzeige -

Nach der Planung ist die Wahl des Holzes wichtig. Besonders beliebt ist Bangkirai, ein Tropenholz aus Südostasien. Das Holz ist besonders schwer, robust, und witterungsbeständig. Allgemein lassen sich aber natürlich auch andere Tropenhölzer wie zum Beispiel Teak verwenden, sodass Sie die Wahl aus verschiedenen Farbtönen haben. Für sparsame Käufer sind auch heimische Hölzer eine gute und vor allem günstige Wahl. Hier eignet sich zum Beispiel Lärche. Eine recht neue Alternative ist das sogenannte Thermoholz. Hierbei handelt es sich um thermisch modifiziertes Holz aus Buchen- oder Kiefernholz, welches durch eine gezielte Temperaturbehandlung stabil und robust wie beispielsweise Teakholz wird.

Die Größe der Terrasse

In der Regel bekommen Sie in jedem Baumarkt spezielle Dielen für Terrassen, die meist 14,5 Zentimeter breit sind und eine Stärke von 2,5 Zentimetern aufweisen. Die Länge variiert zwischen 245 bis 397 Zentimetern. Wichtig: Sollten Sie eine größere Terrasse planen, sind die kürzeren Balken optisch und von der Stabilität her die bessere Wahl.

Dieses Werkzeug brauchen Sie…

  • Abstandhalter und Montagezwinge zum Ausrichten der Diele
  • Erdbohrer für einfache Konstruktion des Unterbaus
  • Terrassenbohrer (im Baumarkt), Distanzleisten
  • Magnetbithalter
  • evtl. eine Tisch-, Kreis- oder Stichsäge
  • Akkuschrauber oder Bohrmaschine für präzises Nacharbeiten

Tipp: Das o.g. Werkzeug können Sie günstig unter www.engelbert-strauss.de/Betriebsbedarf/List erwerben.

Die Montage: Unterkonstruktion und Dielenbretter verlegen

Für die Unterkonstruktion wählen Sie am besten die einfachste und sicherste Variante: Eine Betonstein Unterkonstruktion, welche auf einem Fundament befestigt wird. Der Vorteil: Ohne zusätzliche Befestigung lassen sich die Dielenbretter dann befestigen. Die Fundamentlöcher heben Sie am einfachsten mit einem Erdbohrer aus, gefüllt werden diese Löcher im nächsten Schritt mit bodenfeuchter Erde. Vlies schützt vor nervendem Unkraut, Dann folgt das Fundament aus Betonsockelstein wird mit einer Schicht Kies abgedeckt, wodurch Wasser direkt absickern kann.
Im letzten Schritt werden die Dielenbretter verbaut. Hierbei fangen Sie am Besten mit einer möglichst geraden Diele an. Die Dielen werden mit jeweils einer Schraube vorne und hinten sicher befestigt. Diese Art der Verschraubung verhindert eine Aufwölbung des Holzes. Um die Optik möglichst ansprechend zu gestalten, bietet es sich an, die Schrauben auf einer Linie liegen zu lassen. Abstandshalter, die sich nach der Montage mit einer Zange entfernen lassen, sorgen für einen regelmäßigen Abstand von 5 Zentimetern. Nach diesen Arbeiten ist die Terrasse fertig und Sie können die Zeit auf dieser genießen.

Weiterführende Informationen

– Anzeige –

Artikel weiterempfehlen

Sotirios Marinis

Autor: Sotirios Marinis

Hallo. Hier schreibt Sotirios Marinis. Ich bin seit nun mehr rund 15 Jahren in der Baubranche tätig und konnte mir in der zurückliegenden Zeit eine Menge fachliche Kenntnisse in diesem Bereich aneignen, das ich gerne hier mit Euch teilen möchte.

3 Kommentare

  1. Erst letzten Sommer standen wir vor dem gleichen Problem bzw. der gleichen Frage, jetzt ist die Terrasse zwar fertig, aber nicht von uns angefertigt, sondern dann doch lieber vom Fachmann. Dennoch danke für den Bericht! :)

  2. Pingback: Terrassenüberdachung – Planung eines Hausumbaus » Ausbau

  3. Pingback: Der eigene Pool – ein Traum, der Wirklichkeit werden kann? » Haustechnik

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.