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Das „Ja“ und „Nein“ zum Kauf einer Immobilie zur Altersvorsorge

| 1 Kommentar

Schon vor den Lebzeiten Ihrer Großeltern wurde der Kauf einer Immobilie als eine sich lohnende Investition gesehen. Heutzutage gelten Immobilien aufgrund der umsichgreifenden Angst vor der Entwertung des Euros und der niedrigen Zinsen als eine sich zu überlegende Altersvorsorge. Sollten Sie sich allerdings zu den Laien zählen, ist es nicht einfach, was die Anschaffung und Instandhaltung einer Immobilie betrifft. Diverse Unsicherheitsfaktoren machen es schwierig den Überblick zu behalten. Es gibt eine Vielzahl an Faktoren, welche Sie als Hausbesitzer oder Häuslebauer beachten müssen. Der aktuell günstige Kreditzins lockt viele Investoren sich eine Immobilie zuzulegen. Sie müssen sich jedoch auf einen langfristigen Anlagehorizont vorbereiten, die eine Planung und Finanzierung von 20 bis 30 Jahre nötig macht.

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Welche wichtigen Faktoren sollten Sie beachten

Sie haben unter Umständen das Risiko, dass der derzeitig historisch niedrige Zins wieder steigt. In der Regel wird bei einer Immobilienfinanzierung der Zins auf lediglich 10 Jahre festgelegt. Danach müssen Sie ihn neu verhandeln. Fällt der Zins höher aus als geplant, kann bei einer sehr knappen Kalkulation die Anschlussfinanzierung in Gefahr sein. Sie als Schuldner, müssen daraufhin die ausstehende Summe vollständig begleichen. Sind Sie finanziell nicht in der Lage die Kosten zu decken, droht eine Zwangsversteigerung. Ob ein Lebensweg gut gegangen hängt in manchen Fällen buchstäblich von einer gut geplanten Baufinanzierung ab. Bitte lesen Sie hierzu auch den Ratgeber von immobilienscout24.de. Des Weiteren sollten Sie auf das Klumpen-Risiko vorbereitet sein. Werden Sie zum Beispiel arbeitslos, arbeitsunfähig oder trennen sich von Ihrem Lebenspartner, werden die Raten des Immobilieninvestments deswegen nicht niedriger, weil sich Ihre Lebensumstände geändert haben. Wer das Klumpen-Risiko ausschliessen will, kann indirekt investieren und beispielsweise Aktien eines Immobilienunternehmens oder Anteile von einem Immobilienfond erwerben. Ebenso sind die Reparaturkosten einer Immobilie im Laufe der Zeit nicht zu unterschätzen. Ein bis zwei Prozent verliert Ihre Immobilie jährlich an Wert, wenn Sie keine Reparaturen durchführen. Auch wenn Sie selbst die Immobilie bewohnen, ist der Reparaturstau, der anstehen wird, nicht zu ignorieren. Gerade in Alter ist oftmals nicht viel Geld für eine Instandsetzung übrig. Zudem müssen Sie immer mit regulatorischen Änderungen rechnen. Das heißt, dass der Gesetzgeber mit unterschiedlichen Auflagen, die in einigen Jahren erfüllt werden müssen, aufwarten könnte. Es könnten energetische Sanierungen verpflichtet werden, beispielsweise eine Energieeinsparverordnung, die vorschreibt, eine Fassadendämmung zu montieren. Diese kann für Sie als Eigentümer hohe Kosten verursachen. Weiterhin ist das Standort-Risiko immer ein Faktor. Nicht alle Regionen sind in den noch kommenden Jahren begehrt sich dort wohnhaft niederzulassen. Sehr bedauernswert ist es, wenn der Wert der Immobilie infolge von Infrastrukturmaßnahmen verringert wird. Der Bau einer Hochgeschwindigkeitstraße, eines Flughafens oder einer Müllverbrennungsanlage in der direkten Umgebung, kann fatale Folgen für den Wert Ihrer Immobilie haben.

Alternativen zur Altersversorgung

Wenn Sie die Immobilie selbst bewohnen, bringt sie einen wertvollen Teil für die Altersvorsorge. Die gesparte Miete schafft Ihnen einen großen finanziellen Vorteil. Als Alternative ist stattdessen ein Mischdepot aus Anleihen, Tagesgeld, Gold und Aktien zur Altersvorsorge eine Investition wert. Sicherlich kann Ihnen das Bestehenbleibens des Euros nicht garantiert werden. In dem Fall wären Sie mit dem Betongold wieder auf der sattelfesten Seite. Egal wie Sie vorsorgen, bleibt es eine Wette für eine unvorhersehbare Zukunft.

Weiterführende Informationen

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Sotirios Marinis

Autor: Sotirios Marinis

Hallo. Hier schreibt Sotirios Marinis. Ich bin seit nun mehr rund 15 Jahren in der Baubranche tätig und konnte mir in der zurückliegenden Zeit eine Menge fachliche Kenntnisse in diesem Bereich aneignen, das ich gerne hier mit Euch teilen möchte.

Ein Kommentar

  1. Hallo,
    ein sehr interessanter Beitrag zum Thema Hauskauf. Wenn man sich manche Bestandsimmobilien ansieht, stellt man häufig einen Reparaturstau fest. Da sollte man sich das gut überlegen.
    Gruß
    Christian

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