Bau3D

Bauzeichnung – Haus – Bau – Planung und mehr

Dachaufstockung

Dachausbau selber machen – Mit welchen Kosten muss man rechnen?

| Keine Kommentare

Wurde früher das Wohnen unter dem Dach oftmals verpönt, ist es heutzutage dank moderner Baumaterialien und riesiger Fensterflächen so beliebt wie nie zuvor, weswegen für Dachraumwohnungen mitunter höhere Quadratmeterpreise gezahlt werden als für Geschosswohnungen. Daher ist der Ausbau eines ungenutzten Dachgeschosses aus finanziellen Gründen in der Regel sinnvoll, denn die Investitionskosten haben sich für gewöhnlich innerhalb von maximal zehn Jahren amortisiert.

Die Planung ist das A und O beim Dauchausbau

Wer einen Dachausbau in Angriff nimmt, muss sich bewusst machen, dass es einige bürokratische Hürden zu bewältigen gilt, die selbst bei einer privat genutzten Immobilie beachtet werden müssen. Ein Architekt ist daher dringend zu Rate zu ziehen, der sich mit den gesetzlichen Bestimmungen auskennt, die Brandschutzbestimmungen nicht aus den Augen verliert und der zudem die Korrespondenz mit dem Bauamt übernimmt. Auch auf einen Statiker und einen Wärmegutachter darf nicht verzichtet werden, denn was nützt ein schön geplanter Dachboden, wenn beispielsweise die statische Substanz des Hauses unter dem neuen Wohnraum leidet. Insbesondere bei älteren Häusern müssen zahlreiche statische Faktoren berücksichtigt werden, damit moderne Bestimmungen eingehalten werden können – wer einfach drauflos handwerkert, ohne zu wissen, welche Erfordernisse es zu beachten gilt, kann sich daher mitunter Probleme einhandeln, die im Nachhinein kaum noch gelöst werden können. Nebst der Statik ist auch auf den Brandschutz gewissenhaft zu achten, denn im Fall der Fälle können fehlerhafte Umsetzungen nicht nur in finanzieller Hinsicht in einem Debakel enden, zudem können auch Menschen aufgrund mangelnder Sicherheitsmaßnahmen zu Tode kommen, was nicht sein muss.

Schlafzimmer mit Dachschräge

Schlafzimmer unterm Dach

Und jetzt geht es los

- Anzeige -

Wurde der Bauantrag vom Bauordnungsamt abgenommen, kann nach erfolgter Baubeginnanzeige mit dem Dachausbau begonnen werden. Wichtig ist, dass ein ausreichender Schallschutz gewährleistet ist, weswegen in der Regel ein zusätzliches Bodensystem aufgebracht werden muss. Wer den Dachausbau eines älteren Hauses plant, muss mitunter aus statischen Gründen auf spezielle Bodenleichtbausysteme zurückgreifen, die trotz eines geringen Gewichts einen ausreichenden Schallschutz gewähren – in der Regel genügen jedoch einfache Standardsystem, die sich bereits vielfach bewährt haben. Wichtig ist, dass Sie sich von Ihrem Statiker beraten lassen, damit die Substanz des Hauses auf Dauer keinen Schaden nimmt. Der Quadratmeterpreis für einen Bodenaufbau variiert je nach verwendetem System und liegt zwischen 20 und 200 Euro, weswegen pauschal keine Angaben gemacht werden können. Wer den Dachausbau aus Kostengründen selber machen will, kann in vielen Bereichen bares Geld sparen: Ob Trockenwände oder eine Sparrenwärmedämmung, ob Malern oder das Verlegen von Fliesen, wer diese Arbeiten selber erledigt, kann die Kosten für einen Ausbau drastisch reduzieren. Die Elektroinstallation hingegen sollten Sie von einem seriösen Fachbetrieb machen lassen, was zwar Kosten in Höhe von 2.000 bis 7.500 Euro verursacht, dafür aber sicherstellt, dass der Versicherungsschutz voll erhalten bleibt und zudem keine Gefahr für Leib und Leben besteht. Ebenfalls die Heizungs- und Sanitärinstallationen sollten im Idealfall von einer Fachfirma durchgeführt werden, da ansonsten im Fall eines Wasserschadens sämtliche Kosten eventuell vom Eigentümer alleine getragen werden müssen.

Badezimmer mit Dachschräge

Eine Dachaufstockung schafft Wohnraum

Wer in Erwägung zieht, eine Dachaufstockung durchführen zu lassen, kann mit relativ geringen Kosten neuen Wohnraum schaffen, ohne teures Bauland kaufen und erschließen zu müssen. Um Kosten zu sparen, sollte abgeklärt werden, ob die Kfw-Bank günstige Förderpakete anbietet – da je nach Bundesland andere Bestimmungen gelten, können pauschal keine Angaben über eine mögliche Ersparnis gemacht werden. Nachdem einige bürokratische Hürden genommen wurde, kann mit den handwerklichen Arbeiten begonnen werden, die in der Regel relativ rasch durchgeführt sind. Aus Sicherheitsgründen sollten nur kompetente Fachfirmen beauftragt werden, da unsachgemäß durchgeführte Arbeiten auf Dauer die Substanz des Hauses extrem beschädigen können. Die Kosten für eine professionelle Dachaufstockung können pauschal nicht genannt werden, da Aufwand von den Baugegebenheiten abhängt – eine professionelle Firma wird Sie gerne beraten und Ihnen sagen, welche finanziellen Erwartungen auf Sie zukommen, damit Sie im Anschluss in Ruhe eine Entscheidung treffen können.

Fertige Dachaufstockung

Dachaufstockung, durchgeführt von der Fritz Stenger GmbH

Grobe Kostenübersicht eines Dachausbaus

  • Verschiedene Gutachten: Zwischen 1.200 und 2.500 Euro
  • Architekt: Je nach Umfang der Baubegeleitung zwischen 2.000 und 8.000 Euro
  • Bodenaufbau (falls erforderlich): Zwischen 20 und 200 Euro pro Quadratmeter
  • Trockenwände: Eine Firma verlangt zwischen 50 und 90 Euro pro Quadratmeter – wer die Arbeiten selber macht, kann mit Kosten in Höhe von 10 bis 30 Euro pro Quadratmeter rechnen
  • Heizung- und Sanitäreinrichtungen: Je nach Ausstattung zwischen 4.000 und 16.000 Euro
  • Elektroinstallation: Zwischen 2.000 und 7.500 Euro
  • Schreinerarbeiten: Zwischen 500 und 3.500 Euro
  • Malerarbeiten und Bodenbelag: Wer die Arbeiten selber macht, muss nur die Materialkosten berücksichtigen, die abhängen von den Wünschen und dem Qualitätsbewusststein des Bauherrn

– Anzeige –

Artikel weiterempfehlen

Frank Wolff

Autor: Frank Wolff

Nach über 10 Jahren als Projekt Manager hat es Frank zu eigenen Seiten und Blogs, wie z.B. dem Garten Magazin hingezogen. Als gelernter Elektriker und Dipl. Ing. Elektrotechnik bringt er einiges an Erfahrung in den Bereichen mit.

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.